Vision
Wer jetzt nicht anfängt, holt es nicht mehr auf.
Ich bin überzeugt, dass Unternehmen, die künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren nicht einsetzen, vom Markt verschwinden werden. Nicht alle — es wird Ausnahmen geben, dort wo Handwerk, Vertrauen oder körperliche Anwesenheit das Produkt sind. Aber überall dort, wo ein Mitbewerber dieselbe Leistung schneller, günstiger und in gleichbleibender Qualität erbringen kann, entscheidet sich das über Jahre und nicht über Jahrzehnte.
Was mich daran beschäftigt, ist weniger die Technik als die Geschwindigkeit. In Österreich ist der Anteil der Unternehmen, die KI einsetzen, innerhalb von zwei Jahren von elf auf dreißig Prozent gestiegen. Das ist kein Trend, den man aussitzen kann. Und der Abstand ist nicht gleich verteilt: Die Hälfte der Großunternehmen arbeitet bereits damit, bei den kleinen ist es nicht einmal jedes fünfte.
Genau da entsteht das Problem für den Standort. Österreichs Wirtschaft besteht aus kleinen und mittleren Betrieben. Wenn ausgerechnet die den Anschluss verlieren, verliert nicht nur der einzelne Betrieb einen Auftrag — dann verliert der Standort an Produktivität, die anderswo längst erzielt wird. Wir haben hohe Lohnkosten, wir haben Fachkräftemangel, wir haben eine Demografie, die sich nicht drehen wird. Ich sehe keinen anderen Hebel, mit dem sich das in dieser Größenordnung ausgleichen ließe.
Zahlen, auf die ich mich beziehe
Anteil österreichischer Unternehmen ab 10 Beschäftigten mit KI-Einsatz, 2023 bis 2025.
Kleine Unternehmen gegenüber Großunternehmen beim KI-Einsatz.
der Nicht-Nutzer haben KI noch nie ernsthaft in Erwägung gezogen.
Spitzenreiter Dänemark. Österreich liegt über dem EU-Schnitt, aber nicht vorne.
Statistik Austria, IKT-Einsatz in Unternehmen 2025
Man muss nicht sofort alles umstellen. Aber sich nie damit befasst zu haben, ist keine Entscheidung — das ist ein Versäumnis.
Markus Hochrainer, Geschäftsführer
Was daraus für uns folgt.
Wenn man das ernst nimmt, kann man nicht Projekte verkaufen und dann weiterziehen.
- Wir begleiten laufend. Weil sich Technik, Rechtslage und Betriebe ständig ändern und ein einmalig eingeführtes System nach einem Jahr niemandem mehr hilft.
- Wir sagen auch ab. Wenn KI in einem Betrieb nichts bringt, steht das im Bericht. Ein verkaufter Auftrag, der beim Kunden nichts bewirkt, schadet uns langfristig mehr, als er einbringt.
- Wir arbeiten für den Mittelstand. Nicht weil Konzerne uninteressant wären, sondern weil dort die Lücke am größten ist — und weil dort niemand eine eigene Abteilung dafür aufbaut.
- Wir bleiben in Österreich. Wir kennen die Betriebe hier, die Normen, die Förderlandschaft und die Art, wie hier gearbeitet wird. Das lässt sich nicht aus der Ferne beraten.
Der ehrliche Teil.
Es gibt viel Übertreibung in diesem Feld, und das schadet der Sache. Deshalb hier, was wir nicht behaupten:
- KI ersetzt keine gut geführte Organisation. Ein unklarer Prozess wird durch Automatisierung schneller falsch.
- Nicht jede Aufgabe gehört automatisiert. Manche sollten bewusst bei Menschen bleiben, auch wenn es technisch ginge.
- Die Systeme machen Fehler. Wer das nicht einplant, baut ein Risiko statt einer Entlastung.
- Der Nutzen zeigt sich selten in Monat eins. Wer sofortige Zahlen erwartet, wird enttäuscht.
Nächster Schritt
Beginnen wir mit dem Argus Audit.
Ein Termin, ein strukturierter Bericht, ein Umsetzungsplan. Danach entscheiden Sie, ob und wie weit Sie gehen wollen — ohne Verpflichtung.